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Weltweiter Aufruf an die Fotografen, Filmemacher, Musiker und Künstler

Wir haben einen neuen Hashtag ins Leben gerufen, der uns Künstlern, egal ob Hobby oder Beruflich, von nun an zur Seite stehen soll. #nofeenocontent

Was soll das bewirken?

Alle von Euch kennen dieses Spiel – ein Unternehmen, ein Magazin, ein TV-Sender, eine NGO, oder Privatperson setzt sich mit Euch in Verbindung, weil sie an Euren Fotografien, Filmen, Kompositionen oder sonstigem Interessiert sind. Bei der Frage nach Bezahlung wird deutlich verneint und mit “betrachte es als Werbung” gekontert. Dies führt seit Langem dazu, dass Künstler nicht mehr vom Verkauf der eigentlichen Kunst leben können und sich die Wertschätzung für unsere Produkte auf dem Tiefststand befindet.

Nun kann man den Kopf schütteln und sagen; hey, aber das ist schon seit Jahrzehnten so. Wir haben ein Überangebot an guten Inhalten und deutlich weniger Abnehmer. Es wird immer jemanden geben, der es kostenlos oder unter Wert verschenkt. – JA das stimmt definitiv, ABER dank sozialen Netzwerken haben wir Künstler die viel zu wenig genutzte Möglichkeit, uns gemeinsam dagegen zur Wehr zu setzen und zu verbinden.
Einfach die Faust im Sack zu machen und zu sagen, es war schon immer so, ich akzeptiere das, ist nicht unser Ding. Wir möchten dem Markt ein klares Signal senden, dass wir, die diese Kampagne unterstützen lieber NICHT verkaufen, als unter Wert. Nur so können wir langfristig unseren Arbeiten mehr Wert verleihen (emotional und finanziell).

Wo fügen wir den Hashtag überall ein?

Eigentlich auf allen digitalen Plattformen auf denen wir unsere Werke publizieren. (Facebook, Instagram, Youtube, etc.) – Je mehr sich uns anschließen umso besser.

Grundsätzlich muss man die Abnehmerschaft in folgende Gruppen unterteilen:

  • Gruppe 1
    Unternehmen/Verlage/Kanäle, die mit Eurer Kunst Geld erwirtschaften
  • Gruppe 2
    Unternehmen/Verlage/Kanäle, die behaupten, kein Geld zu erwirtschaften, dies aber dank Monetarisierung und sonstiger Werbung trotzdem in grossem Masse tun (zum Beispiel grosse Youtube- oder Facebook-Channels, bekannte Magazine, etc.)
  • Gruppe 3
    Unternehmen / Verlage / Kanäle, die effektiv non-profit arbeiten und wirklich keinen Gewinn mit Eurer Arbeit erzielen werden. (Kleinstverlage, Umweltorganisationen, Werbefreie Blogs oder Social Media Kanäle etc.)

Diese Kampagne zielt vor allem auf die Gruppe 1 und 2 ab. Jene sollten diese Kampagne am meisten zu spüren bekommen, da sie mit unserem Content Geld erwirtschaften, aber nichts oder nur wenig dafür bezahlen möchten.
Ob man sein Material der Gruppe 3 kostenlos oder günstig zur Verfügung stellt, ist von Situation zu Situation neu zu evaluieren. Projekte, die einem guten Zweck dienen (Umweltschutz, Humanitäre Einsätze, etc.) und keinen Gewinn erwirtschaften, dürfen gerne mit unserem Content unterstützt werden.

Wasser predigen und Wein trinken?

Mit dem Hashtag alleine hat es sich aber nicht getan. Es geht darum, zukünftig eine klare Haltung gegenüber dem Markt einzunehmen. Lieber NICHT verkaufen, als verschenken soll die Devise sein. Viel Hobbyfotografen oder Filmer denken, dass Ihre Arbeit weniger Wert hätte, weil sich das nicht beruflich ausüben. Das stimmt NICHT. Sobald der Kunde sich für euch entschieden hat, ist er der Meinung eure Inhalte genügen seinen Anforderungen. Dann ist es egal ob Ihr Profi oder Amateur seid.

Wer #nofeenocontent in der Mail-Signatur und bei allen Publikationen verwendet, bezieht von Anfang an klar Stellung und muss sich bei Anfragen auch gar nicht lange erklären. Fügt dieses PDF dem Antwortschreiben an den Kunden / Verlag / TV-Sender / Internet-Channel, etc. hinzu, damit dieser klar sieht, warum Ihr Eure Arbeit nicht unter Preis oder sogar kostenlos abtritt.

Lieber NICHT verkaufen, statt verschenken: #nofeenocontent